Buchtipps

Schon lange wollte ich einmal ein Buch von Friedrich Ani lesen, dessen neuester Roman „All die unbewohnten Zimmer“ gerade gute Kritiken erhält. „Der namenlose Tag“ lag noch auf dem Stapel, und in der Tat lehrte mich die Lektüre, dass ich nicht so lange hätte warten sollen. Jakob Franck, der Protagonist, ist inzwischen pensioniert, früher war er in...
Ein sehr anstrengendes Buch. Romane, in denen Frauen ihre Sexualität thematisieren, haben oft einen extrem masochistischen Zug – „Ich atme mit dem Herzen“, wer erinnert sich noch daran? „Salz auf unserer Haut“, ok, der war eher ausbeuterisch. Feuchtgebiete, Angst vorm Fliegen, Sex als Mittel gegen das Altern, die Angst, es könne das letzte Mal...
Ich frage mich, ob die Rezensenten im Stern und im Spiegel, die sich mit diesem neuen Roman von Leila Slimani beschäftigt haben, Männer waren. Das würde erklären, warum sich sowohl der Rezensent, der ihn im Stern hoch gelobt hat, als auch der im Spiegel, der ihn verrissen hat, gewaltig irren. Beide halten die Heldin des Buches, Adèle, für...
sind die Zutaten, die ein Strafverteidiger, wie ich aus Erfahrung weiß, zum Überleben benötigt. Hin und wieder kommt ein wenig Alkohol hinzu. Inzwischen habe ich fast alle Bücher von Schirachs gelesen und mir gefällt dieses, sein neuestes, am Besten. Die Trilogie seiner „Verbrechensgeschichten“ mochte ich ebenso, auch wenn ich inzwischen...
von Susan Hill Wenn sie die Romane von J.J. Carr mögen, sollten Sie sich von Susan Hill auf den Beacon entführen lassen, einen inzwischen etwas heruntergekommenen Hof, der einmal die Heimat einer großen Familie war, auf dem jetzt aber nur noch May mit ihrer Mutter lebt. Seit Jahren schon, seit sie aus London zurückgekommen ist, wohin sie als...
ist das, worauf es ankommt: „Liebe ist kein Gefühl. Liebe ist keine Romantik. Liebe ist eine Tat. Man muss die Liebe vom Ernstfall aus betrachten.“ Und im Ernstfall ist man meistens allein. Das ist der Schluss, den eigentlich jede der fünf Frauen, die uns Daniela Krien in ihrem Buch vorstellt, nach mehr oder weniger glücklichen Verbindungen...
ist eine zerstörerische und der Held alles andere als ein solcher. Erinnern Sie sich vielleicht an "Der süße Wahn" von Patricia Highsmith? Um eine ähnlich fatale Obsession geht es auch hier. Kristian ist gerade einer Depression entronnen und kann seine Arbeit als Literaturkritiker sogar erfolgreich wieder aufnehmen, da trifft er auf einer online-...
Der Roman trägt im im englischen Original den Titel „White fur“, und das ist weitaus treffender. Denn ihr weißer, schmuddeliger Kaninchenpelz ist für Elise, die Latina aus ärmlichen Verhältnissen und mehr oder weniger auf der Straße aufgewachsen, etwas ganz Besonderes.  Der Mantel ist ein Versprechen, eine Eintrittskarte, jedenfalls aber...
Von Ross Macdonald habe ich schon vor Jahrzehnten alles gelesen, was damals in der berühmten schwarz-gelben Reihe von Diogenes erschienen ist,  nur dieses Buch nicht, da es damals nicht veröffentlicht wurde. Es ist sein erster Roman, wenn ich mich nicht irre, und schon in ihm zeigt er alles, was die Qualität seiner Bücher ausmacht: eine...
Doggerland gibt es nicht. Aber es ist gut erfunden – eine kleine Inselgruppe in der Nordsee, bevölkert von Menschen, die aus England, Dänemark, Schweden stammen, doggerisch sprechen und gelernt haben, einem teilweise rauhen Klima zu trotzen. Man muß neben dieser Erfindungsgabe auch den Mut von Maria Adolfsson bewundern, einen aktuellen Krimi in...

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