Buchtipps

Verzweiflungstaten begeht man gerne in recht frühen Jahren und in einem Zustand, den man für Verliebtheit hält. Nun ist das gute am Alter, dass man nicht mehr jung ist und sich einbilden kann, über hinreichend Erfahrung zu verfügen, den gröbsten Blödsinn hinter sich gelassen zu haben. In den letzten Monaten habe ich einige Bücher von jungen…
J. Ryan Stradal hat es mit dem Kulinarischen. In „Die Geheimnisse der Küche des mittleren Westens“ ging es um Chili – und jetzt, wie der Titel schon sagt, um Bier. Nun hat man als Deutscher, der jemals in Amerika das üblicherweise erhältliche Bier getrunken hat, keine hohe Meinung von eben diesem: es ist in der Regel eine Plörre, die noch nicht…
Lucian Wing ist zurück  - der Sheriff, der von Waffen absolut nichts hält, und das in Amerika! Wenn Sie schon „Auf die sanfte Tour“ und „Der Klügere lädt nach“ gelesen haben, werden Sie auch mit dem  Roman „Herren der Lage“ ihre Freude haben. Wer Castle Freeman noch nicht kennt, sollte unbedingt mit den beiden genannten Titeln…
Schottische Krimis liebe ich. Ob sie von Ian Rankin stammen oder von Stuart MacBride, um nur zwei der bekanntesten Autoren zu nennen, immer sind die Helden wunderbar lebensecht, sie trinken reichlich, rauchen wie die Schlote und haben ein erstaunlich gutes Verhältnis zum ortsansässigen Gangsterboss. Wobei das nicht einmal so erstaunlich ist, wenn…
Wenn man ein Buch von 598 Seiten in einem Rutsch durchliest, ist das eigentlich schon Empfehlung genug. Und wenn man dann – weil man gerade in Spanien ist – sich das erste der Reihe Sonntags morgens um 8 im Zeitungsladen kauft, weil man es nicht abwarten möchte, bis es vielleicht auf Deutsch erscheint, dann braucht man zum Inhalt nichts mehr zu…
kann ja etwas Schönes sein, gerade in diesen Zeiten, vor allem dann, wenn man der lauten Stadt entfliehen will, der Enge, der schlechten Luft und der schlechten Gesellschaft und der zu kleinen Terrasse, auf der sich die Balkonpflanzen irgendwann nicht mehr richtig entfalten können. Wir erfahren nicht, wie die Erzählerin heißt, die uns in einer…
heißt der neue Roman von Sadie Jones, und ich tue jetzt gerade so, als hätte ich schon einmal etwas von ihr gelesen. Habe ich nicht, und das scheint mir ein Versäumnis zu sein. Im englischen Original lautet der Roman„The snakes“, und das ist erheblich passender als der deutsche Titel. „Schlangennest“ hätte man ihn nennen können,  denn es…
seinen Mann zu verlassen, ist in der Regel keine leichte, nicht einmal dann, wenn er einen immer wieder zutiefst verletzt. Aurelién ist kein Schläger, nein, das nicht, er trifft mit Worten. Wie ein Quartalssäufer alle paar Wochen oder Monate einen Rückfall in den Alkoholismus erleidet, so brechen aus Aurelién verbale Aggressionen hervor, unsagbare…
Simon Urban, der Autor dieses fulminanten Romans, hat laut Klappentext Germanistik und Komparatistik studiert, was ihn offenbar dazu befähigt hat, Gut und Böse gar wunderbar zu vergleichen. Wenn er nicht selbst nebenbei auch ein wenig Jura oder Rechtsphilosopie studiert haben sollte, muss er jedenfalls einen sehr guten Informanten haben, denn…
Gerade habe ich wieder einmal Simenon eine kleine Eloge geschrieben, und Graeme Macrae Burnet, von dem ich bis dato noch nie gehört habe, ist ein würdiger Nachfolger, auch wenn er es wohl nie schaffen wird, uns so viele Romane wie Simenon zu hinterlassen. Macrae Burnet ist Schotte, aber man könnte ihn für einen Franzosen halten, zumal „Das…

Seiten