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Buchtipps

Die Bücher von Castle Freeman gehören zu den Gründen, warum man die USA nicht aufgeben darf. Seine Helden sind der Gegenentwurf zu Trump und seinem Gefolge, weil sie intelligent sind und vor allem die Ansicht vertreten, dass man manchmal zwar dem Recht zu Siege verhelfen muss, aber auf keinen Fall mittels eines Gewehrs oder ähnlich tumber Mittel.

Es hat sich viel getan seit den 80er Jahren, so scheint es. Hätten Sie gewusst, dass erst 1977 mit dem Gleichberechtigungsgesetz den Frauen erlaubt wurde, ohne die Zustimmung ihres Mannes eine Arbeit aufzunehmen? Kaum zu glauben, aber wahr.

Cloris ist seit 54 Jahren mit ihrem Mann verheiratet, den sie immer nur Mr. Waldrip nennt, wenn sie von ihm spricht. Warum, kann man nur vermuten, vielleicht, weil sie, obwohl sie eigentlich immer ein eigenständiges Leben an seiner Seite geführt hat, nie die Distanz zu ihm verlor.

ist der erste Roman einer Trilogie von Johanna Mo und spielt auf Öland, einer Insel, die jedenfalls in schwedischen Krimis ein Hort des Verbrechens zu sein scheint.

Es gibt einen sehr frühen Film von Luis Buñuel über eine der ärmsten Gegenden Spaniens,  Las Hurdes heißt er. Las Hurdes war ein Dorf in der Estremadura in der Nähe der Grenze zu Portugal, und weil Buñuel einen fast schon voyeuristischen, detailverliebten Blick auf Mensch und Tier warf, die dort in halb verfallenen Häusern zusammen hausten, war der Streifen unter Franco natürlich verboten.

Ein bißchen spät komme ich mit dieser Buchempfehlung, weil „Der Ausflug“ von Dirk Kurbjuweit schon vor geraumer Zeit erschienen ist – aber jetzt beginnt die Ferienzeit und vielleicht planen Sie eine Reise in die mecklenburgische Seenplatte oder ähnliche Gegenden in unserem Osten?

Es ist ziemlich lange her, dass ich in San Francisco war.

Es gibt viele Bücher von jungen schwarzen Frauen in der letzten Zeit, und leicht ketzerisch muß man sich fragen, ob diese Verlagspolitik vielleicht mehr dem schlechten Gewissen alter weißer Männer geschuldet ist als der Qualität der Literatur.

von Jakob Augstein ist eines dieser Bücher, in denen der Held unausweichlich auf einen Abgrund zutreibt und man – nein – frau daneben steht und rufen möchte: Halte ein! Was tust Du da?

Wir sind im Jahr 2019, der dreißigste Jahrestag des Mauerfalls steht vor der Tür. Alexander Landmann vom Magazin „Fakt“ braucht eine Story. Parallelen zum „Spiegel“ sind beabsichtigt. Bei Recherchen stößt Landmann in Stasiunterlagen auf die Geschichte von Michael Hartung, einem ehemaligen Reichsbahner und stellvertretenden Stellwerksleiter am Bahnhof Friedrichstraße. Hartung soll den Bolzen einer Weiche entfernt haben, wodurch 127 Fahrgäste einer S-Bahn unfreiwillig in den Westen gelangten. Hartung landete im Stasiknast. Landmann hat seine Story.