Buchtipps

Iris Radisch hat gerade ein Buch veröffentlicht, das den für die kommende Buchmesse ungemein passenden Titel trägt "Warum die Franzosen so gute Bücher schreiben". Leider habe ich es noch nicht gelesen, was möglicherweise schade ist, denn auch ich frage mich schon seit geraumer Zeit, was es eigentlich ist an den Franzosen, oder eher an den...
Daß die englische Upper Class nach mitunter seltsamen Spielregeln lebt, weiß man ja schon lange, aber Elisabeth Day gelingt es, diesem uns bekannt scheinenden Phänomen ein paar neue Seiten abzugewinnen. Martin ist ein unglücklicher Junge, der sich, wie viele einsame Kinder, für etwas Besonderes hält, um überleben zu können, und da er klug genug...
Wenn man ganz viel Zeit hat, an einem Sonntag, zum Beispiel, oder wenn man mit einer leichten Grippe im Bett liegt, dann liest man einen der 650-Seiten -Romane von James Lee Burke an einem Tag. Bei „Glut und Asche“ ist es mir gelungen, bei  „Vater und Sohn“ waren es immerhin 300 Seiten an einem Nachmittag. Man möchte nämlich nicht aufhören...
Hagard heißt der neue Roman von Lukas Bärfuss, und im Buch selbst erschließt sich dieser etwas kryptische Titel nicht. „Hagard“ nennt man einen Beizvogel, der zur Zeit der Gefangennahme das Alterskleid trägt, eine Bedeutung, die einen auf den ersten Blick auch nicht weiter bringt, und auf französisch bedeutet es „scheu, wild, störrisch, verstört...
Manchmal frage ich mich wirklich, wie Verlage oder Lektoren oder Übersetzer auf die Titel der Bücher kommen. Der neueste Roman Ian Rankins jedenfalls heißt im Original „Rather be the devil“, und dieser Titel macht Sinn, denn in diesem Buch geht es es letztlich nur darum, daß es oft nicht nur verführerischer, sondern auch sehr viel...
Geständnisse Erinnern Sie sich an Rashomon? Für die Jüngeren unter Ihnen hier eine kleine Nachhilfe: in diesem auf einem Roman basierenden berühmtesten Film von Kurosawa geht es um ein Phänomen, das jedem Strafjuristen bekannt sein sollte: es gibt keine Wahrheit, nur verschiedene Versionen einer Geschichte. Ein ähnliches Phänomen ist Gegenstand...
Auch wenn Ihnen im ersten Moment der Name Philip K. Dick nichts sagen, so erinnern Sie sich sicher an „Blade Runner“ oder „Minority Report“. Dick (1928 bis 1982) war einer der ganz großen Science-Fiction-Autoren Amerikas, wie kaum ein anderer analysierte er die Struktur der amerikanischen Seele und sah voraus, welche Gefahren der amerikanische...
Zunächst ist zu loben, daß der Autor nicht in die Mode verfallen ist, trotz urdeutscher Herkunft unter französischem Pseudonym aufzutreten. Oetker lebt und arbeitet als tv-Korrespondent in Frankreich und versteht auch so genug von diesem Land. Wer große Literatur sucht, der sollte natürlich etwas anderes lesen - aber "Retour" macht durchaus...
Nach “Gone Girl” und „Girl on the train“ nun also “The girl before”, das sich ein bißchen wie eine Auftragsarbeit zum Thema “Mädchen, die irgendwie verschwinden und/oder leicht sadistischen Männern sexuell verfallen“ daherkommt. Wir wollen darüber aber nicht schimpfen, denn spannend ist das Buch trotz des durchschaubaren Aufbaus, und es läßt uns...
Wer schon etwas von Doris Knecht gelesen hat, „Besser“ zum Beispiel, oder das grandiose „Wald“, der weiß: was sie uns hier über Beziehungen erzählt, macht nicht gerade Hoffnung auf die Möglichkeiten einer glücklichen Ehe. Victor, die Hauptfigur, ist ein mehr oder weniger erfolgreicher Theatermann und ein Mistkerl. Sein Problem von Jugend auf...

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