Ein kalter Ort zum Sterben

Manchmal frage ich mich wirklich, wie Verlage oder Lektoren oder Übersetzer auf die Titel der Bücher kommen. Der neueste Roman Ian Rankins jedenfalls heißt im Original „Rather be the devil“, und dieser Titel macht Sinn, denn in diesem Buch geht es es letztlich nur darum, daß es oft nicht nur verführerischer, sondern auch sehr viel erfolgversprechender ist, sich auf die Seite des Teufels zu schlagen als auf die der Guten. Und jenseits dessen, daß Schottland nie ein besonders warmer Landstrich ist, habe ich entweder etwas Wesentliches übersehen, oder aber der Titel ist das Ergebnis eines Scrabble-Abends oder ähnlicher Zufälle.

Egal: Alle Fans von Rankin dürfen beglückt sein ob des Umstandes, daß auch hier wieder Malcolm Fox und Rebus gemeinsam auftauchen, und auch unser alter Freund Big Ger Cafferty ist selbstverständlich dabei. Rebus ist ein bißchen alt geworden und hat das Rauchen und Trinken aufgegeben, jedenfalls vorerst, was seine Laune nicht verbessert, zumal er fürchtet, nach all den Jahren der Exzesse nun mit Lungenkrebs gestraft zu sein. Dieses Buch jedenfalls überlebt er, und wir können annehmen, daß es noch lange dauern wird, bis wir uns von ihm verabschieden müssen. Eine wirklich erfreuliche Perspektive, auch wenn das richtige Getränk zu diesem Buch ein alkoholreduziertes Bier ist. Mal sehen, ob sich das beim nächsten Band wieder ändert.

Rankin, Ian
Goldmann Verlag
ISBN/EAN: 9783442314614
20,00 €