Gespenster

Sind Sie schon einmal geghostet worden? Das scheint unter jüngeren Menschen ein durchaus bekannter Ausdruck zu sein. Wer aber wie ich weder bei Facebook noch bei Instagram, Tinder oder was es sonst noch alles gibt, präsent ist, weiß davon natürlich nichts. Ich hörte allerdings, dass es jetzt auch allgemein um sich greift: das Phänomen, einfach nicht mehr zu antworten, einen Kontakt zu löschen, Personen zu ignorieren, aus der Gruppe auszuschließen. Man lernt eben nie aus.

Der Titel „Gespenster“ verdankt sich offenbar diesem Ausdruck: Nina ist eine erfolgreiche Kochbuch-Bloggerin, seit einiger Zeit von ihrem Freund Joe getrennt und in Sorge, weil sich ihr Vater immer mehr verändert und sie fürchtet, er werde dement. Auch sonst ist ihr Privatleben wenig unterhaltsam: Ihre beste Freundin Katherine hat sich auf´s Land und in ihre Mutterrolle zurückgezogen, und Lola, die Zweitbeste, ist ein bisschen verrückt und keine intellektuelle Herausforderung. Dafür ist sie immer da, wenn man einem der beliebtesten Freizeitvergnügen junger englische Frauen nachgehen will: sich heftig zu betrinken und am nächsten Tag noch heftiger zu leiden. Und sich noch einsamer und unglücklicher zu fühlen, selbstverständlich.

Lola allerdings hat die Hoffnung nicht aufgegeben, doch noch Mr. Right zu finden, und sei es mit Hilfe des Internets. Sie überzeugt Nina, sich bei einer Dating-App anzumelden, und tatsächlich geschieht ein Wunder: Nina lernt Max kennen und der entpuppt sich als absoluter Traummann. Verständnisvoll, intelligent, aufmerksam, zärtlich. Er will sie soagr zu einem Besuch ihrer Eltern begleiten und sagt an einem romantischen Abend spontan die drei magischen Worte „Ich liebe Dich“.

Und dann verschwindet er. Er „ghostet“ sie. Zuerst nur kommen nur sehr knappe Antworten auf ihre Nachrichten:  er habe viel zu tun, hoffe, es gehe ihr gut, dann werden die Abstände immer größer,  dann schreibt er gar nichts mehr. Weg. Verschwunden.

Ninas Verwirrung und Enttäuschung kann man sich unschwer vorstellen. Aber dann, als sie sich endlich damit abgefunden hat, als der Liebeskummer nachlässt und ihr Leben wieder langsam Fahrt aufnimmt, da steht er plötzlich wieder da. Und entschuldigt sich mit der fadenscheinigsten Ausrede aller Männer: es sei ihm auf einmal alles zu viel geworden, er war von seinen Gefühlen und der Nähe überwältigt, blablabla…

Natürlich ist sie glücklich. Wie auch nicht…

Mehr sei hier nicht gesagt, außer, dass es ein sehr unterhaltsames, aber  keineswegs oberflächliches Buch ist für jeden, der wissen möchte, wie es in England gerade unter jüngeren (vor allem weiblichen) Menschen so zugeht. Unterhaltsam UND klug, was braucht man mehr…

Sind Sie schon einmal geghostet worden? Das scheint unter jüngeren Menschen ein durchaus bekannter Ausdruck zu sein. Wer aber wie ich weder bei Facebook noch bei Instagram, Tinder oder was es sonst noch alles gibt, präsent ist, weiß davon natürlich nichts. Ich hörte allerdings, dass es jetzt auch allgemein um sich greift: das Phänomen, einfach nicht mehr zu antworten, einen Kontakt zu löschen, Personen zu ignorieren, aus der Gruppe auszuschließen. Man lernt eben nie aus.

Der Titel „Gespenster“ verdankt sich offenbar diesem Ausdruck: Nina ist eine erfolgreiche Kochbuch-Bloggerin, seit einiger Zeit von ihrem Freund Joe getrennt und in Sorge, weil sich ihr Vater immer mehr verändert und sie fürchtet, er werde dement. Auch sonst ist ihr Privatleben wenig unterhaltsam: Ihre beste Freundin Katherine hat sich auf´s Land und in ihre Mutterrolle zurückgezogen, und Lola, die Zweitbeste, ist ein bisschen verrückt und keine intellektuelle Herausforderung. Dafür ist sie immer da, wenn man einem der beliebtesten Freizeitvergnügen junger englische Frauen nachgehen will: sich heftig zu betrinken und am nächsten Tag noch heftiger zu leiden. Und sich noch einsamer und unglücklicher zu fühlen, selbstverständlich.

Lola allerdings hat die Hoffnung nicht aufgegeben, doch noch Mr. Right zu finden, und sei es mit Hilfe des Internets. Sie überzeugt Nina, sich bei einer Dating-App anzumelden, und tatsächlich geschieht ein Wunder: Nina lernt Max kennen und der entpuppt sich als absoluter Traummann. Verständnisvoll, intelligent, aufmerksam, zärtlich. Er will sie soagr zu einem Besuch ihrer Eltern begleiten und sagt an einem romantischen Abend spontan die drei magischen Worte „Ich liebe Dich“.

Und dann verschwindet er. Er „ghostet“ sie. Zuerst nur kommen nur sehr knappe Antworten auf ihre Nachrichten:  er habe viel zu tun, hoffe, es gehe ihr gut, dann werden die Abstände immer größer,  dann schreibt er gar nichts mehr. Weg. Verschwunden.

Ninas Verwirrung und Enttäuschung kann man sich unschwer vorstellen. Aber dann, als sie sich endlich damit abgefunden hat, als der Liebeskummer nachlässt und ihr Leben wieder langsam Fahrt aufnimmt, da steht er plötzlich wieder da. Und entschuldigt sich mit der fadenscheinigsten Ausrede aller Männer: es sei ihm auf einmal alles zu viel geworden, er war von seinen Gefühlen und der Nähe überwältigt, blablabla…

Natürlich ist sie glücklich. Wie auch nicht…

Mehr sei hier nicht gesagt, außer, dass es ein sehr unterhaltsames, aber  keineswegs oberflächliches Buch ist für jeden, der wissen möchte, wie es in England gerade unter jüngeren (vor allem weiblichen) Menschen so zugeht. Unterhaltsam UND klug, was braucht man mehr…

Alderton, Dolly
Atlantik Verlag
ISBN/EAN: 9783455011098
22,00 € (inkl. MwSt.)