Buchtipps

Einsamkeit und Freiheit – dunkel meine ich mich zu erinnern, dass das etwas mit dem Humboldt`schen Ideal des Strebens nach Erkenntnis zu tun hat, fast also einem Streben nach Wahrheit. Simenons Bücher scheinen mir immer davon zu erzählen, dass man sich noch so sehr bemühen kann, aber der  Wahrheit nicht näher kommt, der Einsamkeit dagegen…
Sehr lange habe ich kein Buch von Stephen King gelesen, obwohl – oder weil – er mich immer sehr gut unterhalten hat. Man kann ihn also blind empfehlen, aber es schadet natürlich nicht, seine Kenntnis aufzufrischen. Und in der Tat: er kann es immer noch. Wie man das macht, jährlich mindestens einen Roman abzuliefern, ohne schlechter zu werden,…
Margit Schreiner verehre ich wirklich. Schon als ich vor ein paar Jahren „Kein Platz mehr“ las, war ich hingerissen von ihren Beschreibungen der täglichen menschlichen Unzulänglichkeiten, und nach „Sind Sie eigentlich fit genug?“ war ich nur noch begeistert, zumal wir dann auch noch das Vergnügen hatten, sie – als man noch Lesungen veranstalten…
findet man in diesem Fall auf Capri, und so haben wir hier noch ein Buch mit einem Schauplatz, den man gerne besuchen würde. Bei vielen Krimis der letzten Jahr, angefangenen mit Bannalecs bretonischer Reihe oder so manch einem Provence- oder Lissabonroman hat man fast das Gefühl, der Autor sei mit dem örtlichen Fremdenverkehrsverein im Bunde und…
In Corona-Zeiten ist die Sehnsucht, auf´s Land zu ziehen, ungebrochen, und solange man nicht Reisen kann, eröffnen uns eine Menge Neuerscheinungen die Möglichkeit, wenigstens in Gedanken dorthin zu fliehen, wo man sonst gerne Urlaub gemacht hat. Beat Sterchi führt uns in seinem Buch „Capricho“ ins Dreiländereck zwischen Aragon, Südkatalonien…
liegt bekanntlich in Italien und ist einer dieser etwas überlaufenen Urlaubsorte, an denen man wirklich nicht jedes Jahr auf´s Neue seinen Urlaub verbringen will. Andrea will das auch nicht, aber ihr Freund Georg ist einer von den Männern, die es gerne bequem haben. Veränderungen scheut er wie der Teufel das Weihwasser, und er braucht zwar abends…
heißt das neue Buch von Alexander Osang, den ich sehr mag. Was natürlich Quatsch ist, ich mag seine Artikel im „Spiegel“ und diesen Roman, Osang kenne ich ja leider nicht persönlich. Hell sind die Nächte in Sankt Petersburg im Sommer, die „weißen Nächte“, und Osang macht mit seinem alten Freund Uwe und dessen Mutter eine kurze Kreuzfahrt…
Viele Menschen denken ja, sich Kinder zu wünschen sei das natürlichste von der Welt und in jeder Frau angelegt. Das ist eine recht männliche Sicht auf die Dinge, denn Männer haben sie nicht auf die Welt zu bringen und können sich bekanntlich davonmachen, wenn es ihnen zu viel wird. Mater semper certa est war schon eine kluge Erkenntnis der Römer.…
zu schreiben, echte Menschen, Menschen in der Provinz, für die sich sonst keiner interessiert, das ist sicher einer der größten Verdienste, die man heute in der deutschen Literatur haben und die Juli Zeh für sich reklamieren kann. Denn anders als bei den amerikanischen Schriftstellern, die sich nicht scheuen, über Underdogs zu schreiben und…
Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass Kriminalromane Moden unterworfen sind? So ähnlich wie Buchcover, bei denen wir gerade die Phase der „Frau von hinten vor Landschaft“ überwunden zu haben scheinen, abgelöst von „mehrere Frauen blicken in die Zukunft“. Bei Krimis ist zur Zeit der Perspektivwechsel en vogue. Abwechselnd erzählen verschiedene…

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