Buchtipps

Es muss nicht sehr tief sein, das Wasser, in dem man ertrinken kann, es erfordert nur eine tiefe Verzweiflung, will man sich darin umbringen. Es ist schwer, in Coronazeiten ein Buch zu empfehlen, das zutiefst (schon wieder dieses Wort) deprimierend ist. Aber wir leben in einer Situation, in der sich viele Gedanken darüber machen, was mit…
Meine Freundin Heike macht Pesto aus Giersch und man kann das tatsächlich essen und so für kurze Zeit einen Teil des Gegners sinnvoll vernichten. Meine Oma hätte sich geschüttelt, hätte man ihr Giersch zum Essen offeriert, denn für sie war er nichts als ein hassenswertes Kraut, das allen Bemühungen, es auszumerzen, trotzte. „Garten ist Krieg“,…
Ich gebe zu, es ist eine Schande! Wie konnte ich nur einen Moment daran zweifeln, dass die Fortsetzung von „Wolkenbruchs wundersame Reise in die Arme einer Schickse“ weniger lustig sein könnte als der erste Teil. Wahrscheinlich lag es daran, dass das Wort „Spionin“ im Titel vorkommt und ich Spionagegeschichten nicht besonders mag. Welch…
Vor einiger Zeit habe ich „Das blaue Zimmer“ von Simenon so gelobt, man kann es noch bei den Buchempfehlungen nachlesen. Nun erschien „Der Spürsinn des kleinen Doktors“, ein Roman, den er Ende der dreißiger Jahre geschrieben hat, als Fingerübung sozusagen. Der kleine Doktor ist Arzt in der Normandie und entdeckt anläßlich eines Notfalls, zu dem er…
Wenn Sie keine Angst vor Virginia Woolf haben, dann sollten Sie dieses Buch lesen. Allerdings muss ich Sie darauf hinweisen, dass es zu Zeiten der Corona-Depression nicht gerade zur besseren Laune beiträgt. Michael Kumpfmüller hat sich auf beeindruckende Weise in die Psyche einer Depressiven eingefühlt und schildert die letzten Tage Virginias vor…
  Habe ich jemals etwas von Matthias Politycki gelesen? Haben Sie? Wahrscheinlich habe ich es nicht getan, denn wenn seine früheren Bücher diesem letzten nur in etwa gleichkommen, hätte ich es wohl nicht vergessen. So muß ich zugeben, dass es mit meiner literarischen Kenntnis doch nicht so weit her ist… Ein Mann bricht zum…
ist ein mächtiges Gefühl. „Le malheur du bas“ heißt das Buch von Inès Bayard im Original, mit meinem rudimentären Französisch würde ich dies als „Das Unglück, das Pech, der Unfall da unten“ übersetzen, denn wirklich präzise lässt sich im Deutschen nicht ausdrücken, was mit dem ungemein treffenden französischen Titel gemeint ist. „Unter der…
Es ist unverzeihlich, dass ich Ihnen dieses Buch, das schon seit Monaten in unserem Laden liegt, erst jetzt anpreise: KAUFEN SIE DIESES BUCH! SOFORT! Unverzeihlich vor allem, weil „Der Lumpenadvokat“, eines der früheren Werke von Madame Cayre, eines meiner Lieblingsbücher ist, aber zur Zeit leider nicht lieferbar. Cayre ist Strafverteidigerin…
hält das, was der Titel verspricht: eine leichte Sommergeschichte, gewebt aus den üblichen Zutaten: Für Juno Ryan, eine junge Röntgenassistentin aus Dublin, bricht die Welt zusammen, als ihr Freund bei einem Erdbeben in Italien ums Leben kommt. Eine spanische Arbeitskollegin bietet ihr an, ein paar Monate Auszeit im Haus ihrer Großmutter in der…
von Megan Goldin passt gut zur aktuellen Mode der Escape Room-Spiele, und in der Tat denken die vier Kollegen einer sehr renommierten Investmentfirma in New York, man habe ihnen eine Teambuilding-Aufgabe gegeben, als sie sich plötzlich am Samstag im engen Aufzug ihres Firmengebäudes gefangen sehen. Vom Display des Fahrstuhls können sie die erste…

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